Fünfte Presseerklärung

 

Indigene stellen binationale Initiative zum Erhalt der “heiligen Flussgebiete” “In Ecuador sind es wir indigene Frauen, die auf die Straße gehen und für die Verteidigung unseres Waldes kämpfen. Wir machen das für unsere Kinder” Elvia Dahua

(Tarapoto, 29. April 2017, Panamazonas-Sozialforum FOSPA). – Auf dem VIII. Panamazonas-Sozialforum (FOSPA) haben die Vorsitzenden des Verbandes der Indigenen der ecuadorianischen Amazonasregion CONFENIAE (Confederación de Nacionalidades Indígenas de la Amazonia Ecuatoriana), Domingo Peas und Elvia Dahua, die Initiative „heilige Gebiete der Flüsse Napo und Marañón“ vorgestellt. Der Vorschlag beinhaltet die Schaffung eines Schutzgebietes für diese empfindlichen Ökosysteme, die bereits von der Weltnaturschutzorganisation IUCN zur No-Go-Area für einen groß angelegten Rohstoffabbau deklariert wurden.

Der Vorschlag basiert auf der Idee einer gleichberechtigten indigenen Regierungszusammenarbeit und der Förderung ihrer Rechte und Lebensentwürfe im Amazonasgebiet. Auf diese Weise sollen in einem langfristig angelegten Prozess folgende Etappen realisiert werden: Feldforschung, rechtliche und politische Kampagnen. Lobbyarbeit auf den internationalen Märkten und der Öffentlichkeit, usw.

“Dieses Projekt ist nicht neu. Es ist bereits vor über 30 Jahren entstanden, denn alle unsere Organisationen wurden gegründet, um unsere Natur, Kultur und Sprache zu verteidigen” Domingo Peas

 

In den “heiligen Flussgebieten” leben nicht nur 16 indigene Völker: Waorani, Kichwa, Sápara, Achuar, Shuar, Wampisa, Awajún, Shiwiar, Andoas, Candoshi, Cocama, Secoya, Siona y Cofán, Taromenane und Tagaeri; das Gebiet spielt mit seinen Feuchtgebieten auch eine entscheidende Rolle, um die Erwärmung des globalen Klimas zu bremsen. Der tropische Regenwald des Amazonasgebietes beherbergt 20 Prozent des Süßwassers und des Sauerstoffes der Erde; dennoch ist das Gebiet permanent von einer Ausbeutung der Rohstoffe bedroht. Auch deshalb wurde auf der Präsentation des Projekts immer wieder die breite Allianz und Zusammenarbeit aller indigenen Nationen, Völker und Vereinigungen der Regionen zwischen Ecuador und Peru betont.

 

In der Sendung “Parana” des Radios LA NAVE (www.pororoca.red), bekräftigte Domingo Peas: “Dieser Vorschlag dient nicht nur den indigenen Völkern, er dient der ganzen Welt”.

 

Das von den indigenen Verbänden CONFENIAE und AIDESEP entwickelte Projekt wird von den Organisationen Red Alianza Pachamama, Terra Mater und Amazon Watch unterstützt.

 

Im März 2017 hat sich auch der regionale indigene Dachverband COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) der Initiative angeschlossen. Für Ende dieses Jahres ist eine Vollversammlung der indigenen Amazonasvölker geplant, um diesen Vorschlag auszuarbeiten.

 

Wir sind eine Schule der alternativen Kommunikation für das Gute Leben (Buen Vivir). Wir sind ein im Amazonasgebiet basiertes Netzwerk, das versucht, neue Formen der interkulturellen, multimedialen und künstlerischen Kommunikation zu finden.

 

Medienschaffende, die unseren Livestream senden wollen sind herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen:

Liseth Atamain +51 922650194 yanualiseth@gmail.com

Für mehr Informationen über die Initiative „heilige Gebiete der Flüsse Napo und Marañón“

kann Benito Bonilla kontaktiert werden: +593 98 260 5071 benitobonillar@terramater.ec

 

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